Schweizer Bergbahnen
Hier ist der Weg das (Reise-)ZielMächtige Berggipfel, imposante Viadukte, spektakuläre Alpenpässe, meisterhafte Ingenieursleistungen, beeindruckende Tunnel – wer sich eine Reise mit den Schweizer Bergbahnen gönnt, erlebt die faszinierende Landschaft der Schweizer Alpen aus einer einzigartigen Perspektive.
Urlaubserlebnisse der besonderen Art bieten die Schweizer Bergbahnen. Die Fahrt mit einem der Panoramazüge ermöglicht Reisenden, die Natur zu genießen und gleichzeitig die Schweiz zu durchqueren. Kein Wunder also, dass sich die Schweizer Bahnen immer größerer Beliebtheit erfreuen und Urlauber aus der ganzen Welt in das Alpenland locken. Wer sich für diese besondere Art der Zugreise entscheidet, hat die Qual die Wahl, welche der traumhaften Bahnen er befahren möchte: Den berühmten Glacier-Express, den Bernina-Express – die höchste Bahn ohne Zahnrad-Antrieb, die nostalgische Furka-Dampfbahn – oder doch eine der vielen anderen Strecken? Mit einer gut geplanten Reise lassen sich diese Highlights auch optimal verbinden. Besonders komfortabel ist die Kombination einer Busreise mit den Schweizer Bergbahnen: Man kann sich zu den schönsten Strecken bringen lassen – und so die bequemsten Urlaubsarten perfekt kombinieren. Die Schweizer Bergbahnen können durchaus dem Vergleich mit Zügen wie dem Orient Express standhalten: Bahnreisen in bester Qualität, zum Beispiel im Pullmann- oder Art-Deco-Wagen, ist auch im Herzen Europas möglich. Durch die großen Panoramafenster kann man die aufregend schöne Streckenführung zwischen hohen Gipfeln und tiefen Tälern genießen. Bei all den wunderbaren Eindrücken kann man leicht vergessen, dass die Fahrt über ganz normale Strecken der Schweizer Bahn führt. Am besten erlebt man eine solche Bahnfahrt im Rahmen einer kombinierten Busreise, die meisten Busunternehmen bieten entsprechende Angbeote an.
Glacier Express
Der langsamste Schweizer Schnellzug in Kombination mit einer Busreise erlebenBereits seit 1930 Jahren gibt es sie bereits – die Bahnverbindung zwischen St. Moritz und Zermatt. Und seit über 75 Jahren lockt der Glacier Express bei Besucher aus aller Welt in die Schweizer Alpen. Eine Fahrt mit der berühmten Gebirgsbahn gilt als der schönste Reiseweg zwischen Graubünden, Engadin und dem Wallis.
Ein Eisenbahnerlebnis der besonderen Art erleben Reisende zwischen St. Moritz und Zermatt: Der Glacier Express, den die Schweizer liebevoll als den „langsamsten Schnellzug der Welt“ bezeichnen, fährt durch unberührte Natur und idyllische Bergtäler, vorbei an Alpweiden, Bergweiden und rauschenden Bergbächen. Die Fahrt vom Piz Bernina zum Matterhorn dauert 7 ½ Stunden und führt über 291 Brücken und durch 91 Tunnel. Das Ziel der Reise durch die Hochalpen im Herzen der Schweiz ist der 2.033 Meter hohe Oberalppass.
Sobald man es sich auf seinem Platz im Panoramawagen bequem gemacht hat, kann man die Reise genießen. Mit Schweizer Gemütlichkeit und gemächlichen 40 Stundenkilometern macht sich der Glacier Express auf die 336 Kilometer lange Strecke. Während der Fahrt zwischen hohen Berggipfel und tiefen Tälerschluchten fühlt man sich manchmal wie in einer künstlichen Modell-Landschaft. Je nach Jahreszeit bekommen die Reisenden unvergessliche Naturschauspiele der Schweizer Landschaft zu sehen: Malerisch verschneite Baumwipfel oder mit bunten Blumen übersäte Alpenwiesen – Eindrücke, die man nur bei einer Fahrt mit der Schweizer Bergbahn entdecken kann.
Neben den Naturimpressionen kann man eine Fahrt mit dem Glacier Express auch nutzen, sich im mondänen Skiort St. Moritz auf die Spuren der Reichen und Schönen begeben.
Viele Urlauber kommen mit dem Glacier Express auf den „Eisenbahn-Geschmack“ und wollen weitere Schweizer Bergbahnen fahren – ein Wunsch, der sich mit Busreisen leicht erfüllen lässt.
Reiseangebote
Bernina Express
Eine Bahn auf SüdkursDer Bernina Express ist in der ganzen Welt bekannt. Er ist der einzige Zug, der die Alpen von Nord nach Süd offen durchfährt. Mit einer Steigung von 7 Prozent zählt der Bernina Express zu den steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Beeindruckend ist aber vor allem die Aussicht auf Schweizer Bergwelt.
Eine Fahrt mit dem Bernina Express gehört zu den imposantesten Eisenbahnabenteuern. Zwischen Chur und Tirano kann man die Schweizer Alpwelt aus einer einmaligen Perspektive entdecken. Besonders eindrucksvoll sind zum Beispiel das von sechs Bögen getragenen Landwasser-Viadukt bei Filisur, der Blick auf den Monteratschgletscher oder die Aussicht ins Val di Poschiavo. Höhepunkt ist aber zweifelsohne die Bezwingung des Bernina-Passes – bei der Station Ospizio Bernina ist der höchste Punkt (2250 m) der Reise überwunden.
Seit über 30 Jahren pendelt der Bernina Express zwischen der Schweiz und Italien. Dabei fährt der Zug rund 145 Kilometer quer durch den Kanton Graubünden in Richtung Süden. Das Kernstück der Reise mit der berühmten Schweizer Bergbahn führt auf rund 60 Kilometern von St. Moritz im Oberengadin nach Tirano in Italien. Neben der Steigung von 7 Prozent ist auch der Höhenunterschied auf der Alpensüdseite von 1.830 Metern rekordverdächtig.
Durch die großen Glasfenster der Panoramawagen kann man die Schweizer Berglandschaft genießen und fühlt sich fast als ein Teil der atemberaubenden Natur. Für viele ist der Bernina Express die eindrucksvollste Zugstrecke – noch vor dem Glacier Express. Doch Reisende müssen sich nicht zwischen den einzelnen Bahnrouten entscheiden, denn beide ergänzen sich ideal. In Verbindung mit einer Busreise sind die Schweizer Bergbahnen ein außergewöhnliches und unvergessliches Reiseziel.
Reiseangebote
Furka-Bahnen
Das besondere Dampfbahn-ErlebnisDie Schweizer Bergbahnen sind ein Urlauber-Magnet. Eindrucksvolle Alpenlandschaften, traumhafte Naturschauspiele und einmalige Eindrücke sind garantiert. Ein ganz besonders Erlebnis erwartet zudem die Besucher der Furkabergstrecke: Die Fahrt mit der historischen Eisenbahn inklusive Dampflok durch die traumhafte Bergwelt.
Im Urner Bahnhof Realp, auf über 1400 Metern, startet das unvergleichliche Eisenbahnerlebnis. Von Ende Juni bis Anfang Oktober verkehren die dampfgeführten Züge. Zwei Stunden dauert die Fahrt in liebevoll restaurierten Nostalgiezügen, die nach Gletsch im Wallis führt.
Die 80-jährige Dampflok, die die Züge kraftvoll durch die Landschaft zieht, klettert gemächlich im Zahnstangengleis den Berg hinauf. Nach der Wilerbrücke, den drei Senntumstafel-Tunnels und der berühmten Steffenbach-Klappbrücke gibt es in Tiefenbach die erste Pause, die zum Wassernachfüllen genutzt wird. Nach dem Steinstafel-Viadukt erreicht der Zug den höchstgelegenen Bahnhof Furka (2.160 m u.M.). Es folgt der fast 1900 Meter lange Scheiteltunnel – und danach der Anblick des traumhaften Rhonegletschers.
Die Furka-Dampfbahn ist alleine schon eine Reise wert – ideal ist aber die Verbindung mit einer Fahrt im Glacier Express. Für den perfekten Urlaub empfiehlt sich die Kombination mit einer Busreise. So können Sie ohne Stress die schönsten Seiten der Schweiz genießen.
Panorama-Erlebnis Pfänderbahn
Aussicht der ExtraklasseDer Bodensee hat viele schöne Seiten. Welche die schönste ist, bleibt Geschmacksache. Eines aber steht objektiv fest: Vom Pfänder aus betrachtet, sieht er am besten aus.
Bregenz. Den Bodensee zu Füßen, weit über 200 Alpengipfel vor Augen, rundherum satt-grüne Almwiesen und über allem nichts als der blaue Himmel: Der Pfänder lockt mit einem Panorama, das trotz seiner vergleichweise bescheidenen Gipfelhöhe von 1064 Metern kaum zu überbieten ist.
Atemberaubend ist aber nicht nur die Aussicht, sondern auch die Schnelligkeit, mit der sie sich entfaltet: Gerade einmal sechs Minuten ist die Panoramagondel der Pfänderbahn hinauf zur Bergstation unterwegs und liefert mit ihren weit heruntergezogenen Fenstern Meter für Meter einen berauschenderen Blick über die grandiose Bodenseelandschaft. Übrigens auch für Rollstuhlfahrer, denn die Pfänderbahn ist von der Tal- bis zur Bergstation hundert Prozent barrierefrei.
Am Gipfel angekommen, werden neben der schönen Aussicht noch einige zusätzliche Attraktionen geboten: Adler, Falken, Milane, Uhus und Geier geben bei 35-minütigen Greifvogel-Flugschauen Kostproben ihres Könnens; vor und nach den Darbietungen sind Volieren und Freigehege zur Besichtigung geöffnet.
Dazu kommen Arrangements, die nach Jahreszeiten variiert. Fahrten im Pferdeschlitten oder geführte Spaziergänge durch die blühende Frühlingslandschaft gehören ebenso dazu wie kulinarische Ausflüge in die bäuerliche Küche.
Hoher Kasten – zwischen Rhein & Bodensee
Brülisau. Glaubt man den zahlreichen Studien über die Zukunft der Busbranche, dann gehören unwiderbringliche Erlebnisse zu den wichtigsten Zutaten einer gelungenen Reise. Gekonnt inszeniert, heißt es, seien sie die beste Garantie für treue Kunden.
Zumindest was die Wanderfreunde unter den Busreisenden betrifft, ist der Hohe Kasten in dieser Hinsicht ein echter Tipp: Der knapp über 1.700m hohe Alpstein-Gipfel ist bequem mit der Seilbahn zu erreichen und Ausgangspunkt einer traumhaften Wanderung. Diese verläuft rund zwei Stunden über einen hoch über dem Rheintal gelegenen Bergrücken (im Bild links), bevor sie in einem weiten Bogen über viele Almen hinweg am Sämtisser See entlang (Bildmitte) wieder zur Talstation führt. Dauer: rund 5 Stunden – je nach Sitzfleisch in den beiden zünftigen Berggasthöfen auch deutlich länger.
Gute Aussicht im Appenzellerland
Schwägalp. In einem Land, das für seine 4000er weltberühmt ist, haben es niedrigere Berge beim Wettbewerb um die Gunst des Publikums erfahrungsgemäß schwerer. Fantasievolle Arrangements, maßgeschneiderte Angebote für spezielle Interessengruppen, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine breites touristisches Angebot können die Höhenunterschiede allerdings schnell wieder einebnen.
Wie‘s funktioniert, führt die Säntis-Schwebebahn AG seit Jahren erfolgreich vor: Rund um den Säntis, die höchste Erhebung des Alpsteins im Appenzeller Land, bilden Schwebebahn, Gastronomie und Infrastruktur gemeinsammit der landschaftlich reizvollen Schwägalp einen bunten und abwechslungsreichen Fächer touristischer Möglichkeiten.
Die unter Naturschutz gestellte und von Hochmooren gesäumte Schwägalp lässt sich über zahlreiche Wanderwege erkunden. Wer mehr über Bergkräuter, Heilpflanzen, Tiere, Geologie und Moore erfahren will, schleßt sich geführten Exkursionen an. Feinschmecker werden sich einen Besuch der Alpschaukäserei kaum entgehen lassen wollen. Und dann gibt es natürlich noch die Schwebebahn selbst: Vollmondfahrten inklusive Buffet, Abendfahrten mit musikalischer Begleitung, Fahrten inklusive DrehBar – der Fantasie sind auch hier kaum Grenzen gesetzt.
Übernachten hoch über dem Wolfgangsee
Sankt Wolfgang. Als die Zahnradbahn auf den Schafberg im Jahr 1893 den Betrieb aufnahm, galt sie nicht nur als echte Pionierleistung, sondern auch als harte Konkurrenz für die Sesselträger. Die nämlich verdienten sich bis dato ein Zubrot, indem sie noble Herrschaften auf den 1.783 m hohen Gipfel trugen.
Heute genießen rund 600.000 Gäste jährlich die 40-minütige Bergfahrt: Die nachwievor steilste Dampf-Zahnradbahn Österreichs ächzt und schnauft auf der rund sechs Kilometer langen Strecke zwar erheblich, bietet ihren Passagieren aber grandiose Ausblick auf den Wolfgangsee und jede Menge Fahrvergnügen.
Ein empfehlenswertes Arrangement für Reisegruppen führt über Nacht auf den Gipfel und kombiniert die beeindruckende Bahnfahrt mit einem zünftig-kulinarischen Abend im Hotel Schafbergspitze, einer Übernachtung und einem deftigen Frühstück inklusive Blick auf den Wolfgangsee.
Blumenpracht über dem Simmental
Lenk. Schon seit Jahrhunderten verbringen die Simmentaler Kühe den Sommer auf der Alp inmitten schönster Blumenwiesen. Seit der Eröffnung des Alpenblumenwegs Betelberg müssen sie dieses Vergnügen allerdings mit bergbegeisterten Naturfreunden teilen: Rund 70 verschiedene Blumenarten, dazu Kräuter und Gräser, warten entlang des Weges darauf, entdeckt zu werden.Mit Hilfe der Lenker Bergbah-nen lässt sich die bunte Pracht auf 2.000m Höhe ohne große Mühe bewundern: Der rund 1,5 Kilometer lange Weg beginnt direkt an der Bergstation Leiterli und lässt sich dank ausführlicher Beschilderung in Eigenregie begehen. Wer mehr über die Flora erfahren will, wird aber auch nicht allein gelassen und kann sich einer geführten Exkursion anschließen. Geöffnet ist der Alpenblumenweg in der Regel von Juni bis September.(C) Frank Sträter | www.cipu.de


